Kunstdrucke, Künstler, Kunst und mehr

Montag, Januar 29, 2007

Jakobus gegen die Dame von 62 Jahren - ein Wettstreit der Titanen

Jakobus, mit vollem Namen Sankt Jakobus der Ältere, trat am letzten Donnerstag mit einer Mission auf. Er machte sich daran, den Rekord der Dame von 62 Jahren zu brechen.

Seine Chancen standen gar nicht mal so schlecht. Experten schätzten seine Leistung zwar "nur" auf etwa 18 bis 25 Millionen Dollar, während die Dame es vor gut 7 Jahren auf 28,7 Millionen Dollar brachte, aber schließlich waren die beiden Kontrahenten aus dem gleichen Stall, nämlich dem des Niederländers Rembrandt van Rijn und hatten damit ähnliche Grundvoraussetzungen. Allerdings ist Jakobus ein recht junger Schützling Rembrabdts, der erst in der letzten Schaffensperiode zu seiner Vollendung gelang und der deshalb bei vielen Experten als Geheimtipp galt.

Es sah auch sehr gut aus, als der Wettstreit begann, schon bald zeigt Jakobus, dass er sämtliche Schätzungen überflügeln konnte und dies auch letztlich tat. Doch offenbar war dieser Kraftakt etwas zuviel für "den Älteren", kurz nach dem Überschreiten der eigenen Bestmarke ging ihm die Luft aus und er stagnierte. Letztlich schaffte er es "gerade mal" auf 25,8 Millionen Dollar und blieb damit ein ganz schönes Stück hinter der Dame zurück.

Dennoch sollte man Jakobus' Leistung nicht unterschätzen, darf sie aber auch nicht überbewerten. Denn im Vergleich zu den Platzhirschen Adele (Bildnis der Adele Bloch-Bauer, Gustav Klimt, 135 Mio. Dollar) und Nummer fünf (Nr.5, 1948, Jackson Pollock, 140 Mio. Dollar, unbestätigt) haben die Schützlinge Rembrandts noch ein wenig Nachholbedarf.

Mittwoch, Januar 24, 2007

Staubfänger im Keller - Gemälde und Kunstdrucke als Lagerware

Was sich so alles findet in den Kellern und auf den Dachböden. Wieder einmal förderte eine Aufräumaktion seit Jahren lagernde Gemälde zu Tage.

Diesmal waren es sogar rund 150 Jahre, die die Bilder auf der Nordempore einer Kirche verbrachten, bevor sie wieder "ins Leben" eintreten durften. (Vergleiche hier.)

Da fragt man sich doch gleich, wie so etwas geschehen kann. Vermisst denn niemand diese Bilder? Sind sie ihren "Zeitgenossen" nichts wert (in welcher Form auch immer)? Immerhin freuen sich unsere Zeitgenossen in der Regel über solche Funde.

Vielleicht sollte man diesen Umstand ausnutzen und sich selbst eine Reihe von Gemälde auf den Speicher packen. Sozusagen als Wertanlage für die Nachkommen...

Dienstag, Januar 16, 2007

Da hört der Spaß auf: Loch gestopft, doch Klage folgt

Vor einiger Zeit schrieb ich einige Worte über den ungeschickten Milliardär Steve Wynn, der seinen Ellenbogen in ein 139 Millionen teures Picasso-Gemälde rammte. (nachzulesen hier: Ein 139 Millionen schweres Loch

Nun ist er Wynn wieder da und macht erneut von sich in Zusammenhang mit eben diesem Bild reden:
Picasso-Gemälde: Klage nach millionenschwerem Missgeschick

In Kurzfassung besagt der Artikel, dass der Kaufpreis des Bildes sich nach der Restaurierung nunmehr bei 85 Millionen Dollar liegt, Wynn jedoch bislang von dem Versicherer den Differenzbetrag von 54 Millionen Dollar nicht erhalten habe.

Zwar wird mir nicht vollkommen klar, warum er diesen Betrag erhalten sollte, aber da fehlt mir vielleicht das Verständnis für das Versicherungswesen. So bleibe ich bei der Kunst. Denn warum ein Gemälde nach einer Restaurierung an Wert verliert, leuchtet mir noch ein...

Dienstag, Januar 09, 2007

Die Winterpause ist vorbei, ab in den Garten

Nun, nach der weihnachtlichen Ruhephase und der frühstjahreslichen Winterpause, muss ich mich all denen anschließen, die dieses Jahr den Winter irgendwie vermissen.

Leider kann auch ich keinen Schnee fallen lassen und hänge daher mein Fähnchen in den Wind und weise auf Gärten hin.

Anmerkung: Spätestens jetzt, wird wohl mindestens jeder zweite Leser sich überlegen, ob ich die Festtage vielleicht nicht vollständig überstanden habe, doch ich kann alle Zweifler beruhigen. Die Gärten stehen nicht hier, sondern im Städel Museum (zu Frankfurt). Da gehören sie jedoch auch hin, denn dort lassen sie sich betrachten.

Oder genau gesagt (und um mal endlich konkreter zu werden), an diesem Ort findet bis zum 11. März diesen Jahres die Ausstellung Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück statt. Diese wird nun wiederum auf welt.de mit folgendem Absatz einleitend beschrieben (Übrigens ist dieser Absatz überhaupt der Grund, warum ich diese Beitrag hier verfasse.):

Heute, im Zeitalter des Umweltschutzes, wird gern vergessen, dass die Natur nicht nur zu den Opfern, sondern auch zu den größten Feinden des Menschen zählt. Sie bedroht ihn nicht allein mit übermächtigen Katastrophen wie Stürmen, Erdbeben oder Flutwellen. Nein, vor allem sorgen die unerfreulichen Gesetze der Natur dafür, dass Menschen als biologische Wesen zunächst aufblühen, um dann zu sterben. Kein Wunder, dass die Menschen von einem tief verwurzelten Drang beseelt sind, die Natur zu beherrschen oder zumindest ihre Macht zu zähmen und einzugrenzen. Ein Ausdruck dieser Sehnsucht ist der Garten. Hier hat der Mensch die Natur gebändigt und nach seinen Vorstellungen geordnet, und hier möchte er in Harmonie mit ihr leben.

Den vollständigen Artikel gibt es hier.