Kunstdrucke, Künstler, Kunst und mehr

Dienstag, Oktober 31, 2006

Qualität der Kunstdruck - Kunstwerke im Check, Teil 742

Tatsächlich, es geht mal wieder un eins meiner Lieblingsthemen: wie misst man die Qualität eines Kunstwerkes?

Da lese ich in einem Artikel (vollständig gibt es diesen hier) dies:

"Man sollte zum Beispiel wissen, ob der Künstler einen ansprechenden Werdegang vorweisen kann, ob die Kontinuität seiner Arbeit stimmt und wie viele Ausstellungen er schon gemacht hat. Wenn der Galerist dazu viel erzählen kann, kann man sicher sein, dass man Qualität vor sich hat."

Aha, heißt das, ein bekannter Künstler kann wirklich keinen schlechten Tag mehr haben, sondern liefert immer gute Qualität ab, nachdem er dann einmal bekannt geworden ist? Oder im Umkehrschluss noch viel schlimmer: kann ein junger Künstler gute Qualität abliefern, auch ohne einen "ansprechenden Werdegang" vorweisen zu können? Ich hoffe doch wirklich, dass dieser Aspekt nur zufällig und unglücklich ausgewählt wurde, denn ansonsten sind wir schon wieder mal bei diesen angeblichen Hitler-Bildern...

Übrigens, ich persönlich finde den Werdegang von Paul Gauguin nicht besonders ansprechend, glaube aber dennoch an die Qualität seiner Arbeiten. Daher finde ich auch den Ansatz gelungen, in dem es heißt:

"'Das erste und wichtigste Kriterium, um ein Kunstwerk zu kaufen, ist sicher, dass es einem wirklich gefällt', sagt die Galeristin der ArtGalerie7 in Köln und Kunsthistorikerin Meike Knüppe mit Nachdruck. 'Das ist eine ganz subjektive, sehr intime Angelegenheit. Mit dem Kunstwerk seiner Wahl muss man leben wollen. Es jeden Tag aushalten können, wie einen Lebensgefährten.' In ihrem 'Kunstkaufbuch - Für Sammler und solche, die es werden wollen' empfehlen die Autoren Martin Leyer-Pritzkow und Klaus Sebastian, die Kaufentscheidung davon abhängig zu machen, wie und ob die Kunst auf einen wirkt. 'Fordert mich das Werk als Dialogpartner heraus? Ist es eine Denkanstoßmaschine?' Solche Fragen kann jeder nur für sich selbst beantworten."

Das trifft meine Meinung doch viel stärker. Insgesamt bleibt aber wohl immer die notwendige Abwiegung zwischen Subjektivität und Objektivität bestehen.

Dienstag, Oktober 24, 2006

Nur ein kleiner Schritt für ein Bild

Welterfahren ist nicht genug? Es muss außerirdisch sein?

Das dachte sich wohl auch ein Kunstfreund aus China, der ein Gemälde ersteigerte, welches (oder: weil es) schon eine Allfahrt um die Erde hinter sich hat.

Im Gegensatz zu den Hitler-Bildern hat das "Weltall-Gemälde" aber wenigstens noch ein bisschen mehr zu bieten als nur einen bekannten Künstler - nämlich ganze 18 berühmte chinesische Maler und Kalligrafen.

Zudem hat sich der Interessent scheinbar sogar aus weniger sensationslüsternen Gründen zum Kauf entschlossen, denn laut Bericht will er das Gemälde stiften. Wobei er bei einer Länge von 32m ohnehin wahrscheinlich Schwierigkeiten hätte, das Bild zu Hause aufzuhängen...

Ein 139 Millionen schweres Loch

Ein Loch ist doch nichts, wie kann ein Gewicht haben? Nun, es geht, wenn sich dieses Loch in einem wertvollem Gemälde befindet. Oder genauer es bekommt ein genaues Gewicht, wenn es sich um das Loch in "Le Rêve" von Pablo Picasso handelt.

Denn gerade als der Besitzer Steve Wynn sich anschickte, das Bild zu verkaufen, rammte er (unabsichtlich) seinen Ellbogen in das Gemälde und hinterließ ein Fünf-Mark-Stück großes Loch.

Soweit finde ich diese Geschichte zwar einen Schmunzler wert, aber die eigentliche Besonderheit liegt meines Erachtens in der überaus beherrschten Reaktion des Besitzers, der die Situation tatsächlich noch mit einem lockeren Spruch kommentieren konnte:

"Seht her, was ich getan habe!", habe er gerufen. "Gottseidank war ich das!"

Nachzulesen kann man die ganze Meldung hier.

Zwangspause?

Zugegeben, das Blog war in den letzten Tagen verwaist. Aber bevor ich hier von den fiesen Gründen der Zwangspause jammere, gebe ich es lieber zu: es gibt gar keine Gründe...

Nein, ich habe mir einfach mal eine kleine Auszeit genommen. Zur Wiedergutmachung gibt es heute aber direkt 2 Einträge (sogar 3 mit diesem hier :-)) und ich werde mich bemühen, diesen im Laufe der Woche noch weitere folgen zu lassen.

Montag, Oktober 09, 2006

Die kritischen Seiten der Kunst

Auf der Suche nach einem "echten Hitler" fanden sich Kunstsammler aus aller Welt vor einigen Tagen in dem kleinen Ort Lostwithiel in Cornwall ein.

Zwar sind Herkunft und Qualität der versteigerten Gemälde umstritten, die wirkliche Kontroverse entsteht jedoch natürlich erst in dem Zusammenhang zwischen Bild und Maler.

Denn offenbar erhielten die Werke ihren Wert, manche wurden für bis zu 15.000 Euro ersteigert, tatsächlich nur durch die Bekanntheit ihres Erstellers.

Da stellt sich zum wiederholten Male die Frage, wann die Kunst um ihrer selbst willen geschätzt wird und wann sie nur als Mittel zum Zweck verwendet wird...

Zum Artikel auf sueddeutsche.de