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Freitag, September 29, 2006

Die unendliche Geschichte endet: Das Geheimnis der Mona Lisa scheint gelüftet

Nun ist es (wieder mal?) amtlich: Mona Lisa ist kein Selbstportrait Leonardos oder irgendeine kryptische Geliebte. Nein, sie ist sozusagen nur etwas "überschminkt". Oder um es mal korrekt auszudrücken: Leonardo hat die Mona Lisa übermalt. Offenbar trägt sie, was bislang nicht zu sehen war, ein über der Schulter gerafftes, gazeartiges "guarnello", das italienische Frauen trugen, wenn sie schwanger waren...

Zitate und Bericht von welt.de

Damit wäre wohl auch tatsächlich erklärt, warum die Dame so selig lächelt, was einerseits wirklich gut ist, weil ein weiteres unergründliches Geheimnis dieser Welt keines mehr ist. Aber andererseits wäre es doch sehr schade, denn das Rätselraten um ihr mysteriöses Lächeln hat doch einen großen Anteil an der Berühmheit des Gemäldes und dem Reiz, den die Mona Lisa seit Jahrhunderten auf die Menschen ausübt.

2 Kommentare:

  • Eine völlig andere Meinung dazu von einer Kunstexpertin und Autorin habe ich hier gefunden.

    --- ZITAT von Maike Vogt-Lüerssen ---
    "Die Kunsthistoriker haben es schon wieder gewagt, völligen Unsinn mit Hilfe der leichtgläubigen Journalisten über die ganze Welt zu verbreiten. So las ich doch gestern, am 28. September 2006, dass Michel Menu, Direktor des französischen Museen-Zentrums für Forschung und Restoration, behauptete, "Mona Lisa" trägt einen Schleier, der für ihre Zeit bei schwangeren Frauen und bei jungen Müttern, die gerade ein Kind auf die Welt gebracht hatten, typisch gewesen wäre. Nicht in einer einzigen historischen Quelle noch auf irgendeinem Bild einer Schwangeren oder jungen Mutter konnte ich diesen Kopfschmuck finden. Ist bei den Kunsthistorikern wieder einmal die Fantasie durchgegangen?"

    Erstaunlich, denn der zitierte welt.de-Artikel schien sehr gut recherchiert.

    --
    Quelle: http://www.kleio.org/monalisa/mlnews.html

    Autor: Anonymous art-1979, 05 Oktober, 2006 23:38  

  • Tja, das ist nun wahrlich nicht so einfach zu durchschauen. Ich für meinen Teil jedenfalls habe in dem welt.de-Artikel nichts von einem Kopfschmuck erkennen können.

    Nur von einer speziellen Frisur ist die Sprache:
    Mona Lisa trägt keineswegs offene Haare sondern hat aus ihrer ehefrauentypischen, strengen, am Hinterkopf zusammengenommenen Frisur nur einige Strähnchen herausgezupft. Das entspricht der Mode der Zeit. Alles andere würde sie als Frau mit schlechtem Lebenswandel denunzieren, was Laien gern getan haben.

    Der so genannte Schleier ist dagegen vielmehr ein durchsichtiges Überkleid, welches aber natürlich um den Oberkörper herum getragen wurde.

    Da stellt sich jetzt wohl die Frage, wer schlecht recherchiert hat...

    Ich für meinen Teil halte welt.de da schon für glaubenswert.

    Autor: Blogger Oskar - Kunstdruck Laie, 09 Oktober, 2006 16:46  

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