Kunstdrucke, Künstler, Kunst und mehr

Freitag, Juli 28, 2006

Abseits von Kunst und Kunstdrucken

Ja, ich gebe es ja zu, es ist etwas inkonsequent, hier über etwas anderes als Kunstdrucke, Künstler, Kunst und mehr zu sprechen, aber manchmal muss man sich auch etwas gönnen.

Und ich gönne mir erstmal 2 Wochen Urlaub! :-)

Aus diesem Grund werde ich mir eine komplette Auszeit nehmen und auch Kunst Kunst sein lassen.

Aber warum schreibe ich das hier herein? - Nun, in nur 4 Stunden geht es los und ich bin schon dermaßen in Urlaubsstimmung, dass ich diese mit Euch allen teilen möchte. :-)

Mittwoch, Juli 26, 2006

Wieviel ist meine Kunstsammlung wert? Kann ich mir einen teuren Klassiker leisten oder nehme ich einen ansprechenden Kunstdruck?

Wer schon immer wissen wollte, wieviel seine Kunstsammlung aktuell wert ist, der kann sich dies nun selbst ausrechnen:

a * (w * qm / 2) * (j * 5) = Wert der Kunstsammlung in Euro

wobei
a = Anzahl der gewünschten Gemälde
w = zur Verfügung stehende und nutzbare Wände
qm = Quadratmeter des zur Verfügung stehenden Raumes
j = pro angefangenes Jahr Sammler-Erfahrung


Ich habe diese Formel hier entdeckt. Leider bleibt jedoch der Ersteller der Formel unbekannt, womit auch einige Aspekte der Formel weiterhin unbekannt bleiben.

Insgesamt sicher ein guter Ansatz, allerdings fehlen mir einige - in meinen Augen - entscheidene Faktoren: da wäre bspw. der Kaufwert der schon vorhandenen Kunstwerke, sowie eventueller Verschleiß (z.B. bei Keilrahmenbildern) und auch die Bekanntheitsentwicklung des Künstlers sollte in eine solche Formel einfließen. Wahrscheinlich fehlen noch weitere Aspekte, aber die fallen mir gerade nicht ein. :-)

Letztlich ist das aber alles nicht so wichtig, denn so eine Formel ist schon nett. Ich jedenfalls habe eine Kunstsammlung im Wert von 23.400 Euro! :-)

Freitag, Juli 21, 2006

Hunger nach Kunst: Ansturm auf "Das Abendmahl"

Ich weiß ja, man soll es nicht sagen, aber manchmal kann man nicht anders: ich habe es doch gesagt! Oder zumindest geschrieben. :-)

Denn wie wohl nicht anders zu erwarten, hat der Film "Da Vinci Code" (nach Dan Browns "Sakrileg", siehe dazu auch den Beitrag Dan Browns Sakrileg - The Da Vinci Code) für einen Touristenansturm in Mailand gesorgt.

Das die italienischen zuständigen Stellen dem Ansturm kaum Herr werden, ist die eine Sache, dass sich plötzlich so viele Menschen für Kunst begeistern ist eine andere. Und wie lange diese Begeisterung hält, ist sicherlich wieder eine ganz andere Frage.

Dennoch wird es sicherlich interessant bleiben, diese Entwicklung zu beobachten. Schon jetzt lassen sich ein paar spannende Feststellungen treffen. Zum Beispiel scheint nur die Nachfrage nach dem Original gestiegen zu sein, denn eine kleine Suche nach einem Abendmahl-Kunstdruck war eher erfolglos. Bis auf die üblichen ebay-Poster konnte ich jedenfalls keinen Trend erkennen.

Montag, Juli 17, 2006

Runde Kunstdrucke gesucht

Nach meinem letzten Beitrag kam die Frage auf, ob es auch runde Kunstdrucke gibt.

Und wie schon in einem späteren Kommentar dieses Beitrages geschrieben, so habe auch ich nur rechteckige Kunstdrucke gefunden. Auffällig war, sofern die Originale und Originalmotive rund oder andersförmig, also nicht rechteckig waren, so umgab stets ein Passepartout den Kunstdruck.

Ich würde einfach mal annehmen, dass die Bedruckung und der eventuelle Zuschnitt eines runden Objekten wesentlich aufwändiger und teurer ist als ein rechteckiges Pendant. Auch auf einen möglichen runden Rahmen trifft dies zu.

Somit scheint die Antwort auf die Frage ziemlich eindeutig, es ist schlicht und einfach eine Kostenfrage. Damit Kunstdrucke nicht plötzlich so teuer werden wie die Originale müssen eben Zugeständnisse an die Form gemacht werden.

Donnerstag, Juli 13, 2006

Irrungen und Wirrungen der Kunst - von den komplizierten Wegen der Gemäldeforschung

Heute habe ich mal wieder etwas zum Schmunzeln gefunden. Zwar ist die Geschichte, über die Forschungsarbeit eines Museumsleiters insgesamt wohl eher regional interessant, aber ein Absatz hat es mir angetan.

Zuvor jedoch eine knappe Zusammenfassung der Geschichte: in der Stadt Alzey hing im Museum ein Portrait einer unbekannten Dame, welches der Stadt aus ebenfalls unbekannten Gründen gestiftet wurde.

Nun hat sich der Museumleiter Dr. Rainer Karneth in eine Detektivarbeit gestürzt und die Ahnenreihe der Dame rücklaufend wiederhergestellt, angefangen mit der Stifterin des Gemäldes Valentina Seybold:

Besagte Valentina Seybold war eine geborene Stengel. Ihre Mutter namens Anna Magdalena Katharina, war eine geborene Hoffmann. Annas Mama und Valentinas Großmutter war Maria Magdalena Hoffmann, die Kessler hieß, bevor sie den Mannheimer Großkaufmann heiratete. Und Kessler ist ein Alzeyer Name.

Ohne groß auf den weiteren Verlauf einzugehen, letztlich stellt sich heraus, dass laut Artikel recht bekannte Maler B.J.K. Travers seine Schwiegermutter gemalt hat, die aus der Stadt stammte.

Den kompletten Artikel gibt es hier.

Achja, falls sich jemand fragt, warum ich das hier überhaupt reinbringe: es gibt eigentlich keinen relevanten Grund, denn wirklich aufsehenserregend oder diskutabel ist die Meldung wohl nicht. Aber hier scheint gerade die Sonne ins Fenster und sorgt für einen fröhlichen Tag. Und zudem hat mir dieser Absatz einfach gut gefallen... :-)

Montag, Juli 10, 2006

Kunst und Gemälde als Wertanlagen?

Ich komme offenbar nicht los von diesem Thema: Kunst und Gemälde als Wertanlagen.

In den letzten Tagen habe ich mir immer wieder Gedanken dazu gemacht, ob sich das tatsächlich lohnen könnte. Denn immerhin sind Kunstwerke in viel geringerem Maße einem Wertverlust durch Qualitätsschwund ausgesetzt, ganz im Gegenteil, sie steigen im Wert trotz "Abnutzungserscheinungen" durch den Kampf gegen den Zahn der Zeit.

Aber wie steigen sie und welche Kunstwerke steigen? Hier scheint das große Risiko für den Laien zu liegen, denn sicherlich kann man nicht in irgendeine Galerie gehen und ein beliebiges Bild mitnehmen, in der Hoffnung, es wird in der Zukunft mal im Wert steigen. Doch soweit waren wir ja schon einmal: Kunst light: Gemälde steigt, Kunstdruck bleibt!

Aber wie kann man nun erreichen, dass man keinen Blindgänger in die Finger kriegt? Die Antwort darauf ist wohl eben so simpel wie aufwändig: man muss persönlichen Einsatz zeigen und sich umfassend informieren. Entweder man sucht selbst eine Reihe von Galerien auf oder man besucht entsprechende Stellen, ob virtuell oder real bleibt dabei wohl dem persönlichen Geschmack vorbeihalten.

Bleibt nur die Frage, was für ein Startkapital man braucht, damit es sich letztlich überhaupt lohnen kann? Denn wie so oft fehlen den Meisten von uns genau wie mir ein paar Millionen, um sich die Klassiker zu leisten. Aber mit "nur wenigen" tausend Euro sind sicherlich auch schon interessante Gemälde zu erwerben.

Donnerstag, Juli 06, 2006

Lost Art mal anders: Barockbilder werden nach mehr als 60 Jahren zurückgegeben

Man stelle sich nur mal vor: da gibt jemand vier Barockbilder zur Restaurierung an die Berliner Gemäldegalerie - und holt sie dann trotz mehrmaliger Aufforderung 64 Jahre lang nicht ab...

Das so etwas tatsächlich passiert, kann man bei Lost Art Internet Database nachlesen. (Die Pressemitteilung gibt es auch als PDF.)

Kurios ist diese Meldung sicherlich, aber vielleicht steckt ja sogar ein Plan dahinter? Wie wir in den letzten Tagen sehen konnte, steigen Gemälde ja in ihrem Wert, eventuell wollte da nur jemand seine Bilder fachgerecht lagern?

Denn das es jemandem nicht auffällt, dass sich in seinem Wohnzimmer vier leere Flecken an den Wänden befinden, kann ich mir kaum vorstellen...