Kunstdrucke, Künstler, Kunst und mehr

Freitag, Juni 02, 2006

und zum Dritten!

Nach der kurzen Zusammenfassung vom Mittwoch, gibt es heute zum Abschluss noch einige Worte zu einer ganz speziellen Art von Auktion: die Vickrey-Auktion (auch Zweitpreisauktion (Second Price Sealed Bid Auction) genannt).

Die ist so speziell, dass ich ehrlich gesagt die Hintergründe nicht so richtig verstanden habe. Der Ablauf einer Vickrey-Auktion ist folgender:
Die Bieter übermitteln ihre Gebote einmalig und verdeckt. Der Bieter mit dem höchsten Gebot bekommt den Zuschlag, zahlt jedoch nur den Preis des Zweitgebotes. Als Risiko bei dieser Verfahrensweise wird das Mögliche asoziale Verhalten einzelner Bieter genannt.

Nun überlege ich mir den Sinn der ganzen Sache. Es ist schon verständlich, dass mit einer Vickrey-Auktion sicherlich gut ein Preis ermittelt werden kann, der dem subjektiven Wert des Objektes entspricht. Jedoch frage ich mich, warum der Höchstbietende nur den zweithöchsten Betrag zahlen muss? Hier wird doch tatsächlich durch potentielle unseriöse Gebote der Verschiebung Tür und Tor geöffnet.

Denn bietet ein Teilnehmer weit über den Anderen, so bekommt er das Objekt zu einem relativ niedrigen Gebot. Andersherum bieten zwei oder mehr Teilnehmer weit über objektivem Wert, so freut sich der Verkäufer. Sollten also nicht alle Auktionsteilnehmer seriös an der Versteigerung teilnehmen, so entwickelt sich die ganze Angelegenheit schnell zu einem Glücksspiel.

3 Kommentare:

  • Die sogenannte "dominante Strategie" bei der Vickrey-Auktion besagt, dass der rationale Bieter, der seine maximale Zahlungsbereitschaft, also seinen subjektiven Wert für das Objekt, kennt, das für ihn beste Ergebnis erzielt, wenn er genau diesen Betrag bietet. In der Praxis jedoch wurde bei vielen Laborexperimenten beobachtet, dass die Bieter in den meisten Fällen deutlich über ihre maximale Wertschätzung für das Objekt bieten.
    Folgt daraus auch, dass ein Großteil der Gebote bei Auktionsplattformen im Internet, die eine Zweitpreisauktion einsetzen (z. B. eBay), die maximale Zahlungsbereitschaft der jeweiligen Bieter übersteigt?

    Autor: Anonymous Natalya, 06 Juni, 2006 09:20  

  • Man könnte es ja fast meinen, die Auktionatoren setzen darauf, dass mehr als eine Person versucht, die anderen übers Ohr zu hauen, um einen guten Preis weit über Wert zu erzielen.

    Autor: Anonymous Erik, 06 Juni, 2006 11:41  

  • guten morgen natalya,
    wo soll es denn bei ebay zweitpreisauktionen geben? habe ich nicht gefunden...
    wäre für einen direktlink dankbar
    alf

    Autor: Anonymous alf riegel, 08 Juni, 2006 11:22  

Kommentar veröffentlichen

Links zum Beitrag:

Link erstellen

<< Startseite