Kunstdrucke, Künstler, Kunst und mehr

Freitag, Juni 30, 2006

Kunst light: Gemälde steigt, Kunstdruck bleibt!

Zugegeben, die Überschrift ist etwas kryptisch, aber sie gefiel mir einfach gut.

Doch zum Thema: Vor kurzer Zeit kam hier die Frage auf, ob Gemälde im Laufe ihrer "Karriere" im Wert noch weiter steigen, wenn sie einmal für eine hohe Summe ersteigert wurden.

Dies kann ich nun sogar beantworten bzw. ich kann auf einen Artikel verweisen, der dies tut:

Die Kapitalanlage in Kunstwerke floriert. Um die 25 Milliarden Euro werden mittlerweile jährlich im weltweiten Kunsthandel umgesetzt. Wie in diesem Umfeld nicht anders zu erwarten, ist das so genannte Art-Banking von einigen Besonderheiten geprägt. Ein Cézanne-Gemälde, das ein großzügiger Liebhaber im Jahre 1874 für ein Pfund gekauft hatte, wäre 127 Jahre später von seinen Erben für 39.000 Pfund anzubieten gewesen. Angesichts solcher Renditen liegt der Wunsch nahe, die zu erwartende Wertentwicklung eines Kunstwerks wenigstens annäherungsweise zu ermitteln. Der so genannte "Mei-Moses-Art-Index" analysiert beispielsweise zu diesem Zweck die Kunstpreise, die auf Auktionen erzielt wurden. Um Renditen ermitteln zu können, werden nur Werke einbezogen, die mehr als einmal in New York versteigert wurden. Am meisten Geld lässt sich demnach mit Bildern und Skulpturen im unteren Preissegment verdienen. So haben in den vergangenen fünfzig Jahren die zeitgenössischen Werke stärker an Wert zugelegt, als die Aktien der 500 größten US-Unternehmen im S&P 500. Schwierig bleibt allerdings die Kalkulation von kunstbedingten Sondereffekten. Der von dem britischen Künstler Damien Hirst eingelegte Tigerhai etwa, war vor wenigen Jahren für fast zehn Millionen Euro von einem Broker gekauft worden. Das Problem: Der in Formaldehydlösung eingelegte Fisch löst sich langsam auf.

Der Rest des Artikel ist weniger künstlerisch orientiert, aber wer ihn ganz lesen möchte, sollte hier klicken.

Gemälde gewinnen also oft an Wert, was uns vermuten lassen könnte, man muss sich heute nur irgendein Bild auf dem Flohmarkt kaufen und kann dann später seine Enkel in Saus und Braus leben lassen...

Das dies so einfach nicht ist, versteht sich ja - leider - von selbst, aber schön wäre es schon. So bleibt es wohl stets ein Risiko, wenn man ein Gemälde als Kapitalanlage kauft. Wobei dies sicherlich nicht der einzige Grund ist, warum viele Menschen lieber auf eine Reproduktion eines Kunstwerkes als Kunstdruck setzen.

Denn wie viele von uns haben mal eben mehrere Millionen Euro übrig, um sich einen echten Irgendwas ins Wohnzimmer hängen zu können?

Dienstag, Juni 27, 2006

Bild spricht mit Mann - ein höchst mysteriöses Stück Kunst

Von einem eher unterhaltenden Wert ist folgende Meldung:

Madison/ USA - Ein Mann in Madison/ USA behauptet, im Besitz eines Bildes zu sein, das mit ihm kommuniziert. (...) In dem Moment, als er eine Gallerie betrat, fiel sein Blick sofort auf ein Öl-Gemälde, das ein junges Mädchen zeigt, welches die Hand nach einer Blume ausstreckt. Ihm war, als "spräche" das Bild zu ihm.

Weiterhin heißt es noch, in dem Bild wäre nicht nur eine Person, sondern sogar noch zwei weitere Gesichter zu erkennen und zwar sah das eine aus wie das Antlitz von Jesus, das andere wie das der Jungfrau Maria.

Leider sagt der Bericht nicht viel mehr aus über das Bild (die übermalten Bilder?) oder auch darüber, was die Personen zu den Betrachtern sagen, so dass das wahrlich interessante Geheimnis wohl vorläufig noch eines bleibt...
Oder will da jemand vielleicht den Trend der teuren Bilder mit ein wenig Paranormalität mixen, in der Hoffnung bei Fans oder Sammlern abkassieren zu können? Aber vielleicht möchte er sich auch wirklich nur weiter mit dem Bild unterhalten, also falls jemand etwas über S. Edmund weiß, dann schreibt ihm doch einfach: die E-Mail-Adresse findet sich im Artikel oder der Originalmeldung...

Falls sich nun jemand für den kompletten Artikel interessiert, den gibt es hier. Die originale Meldung hingegen findet sich hier.

Dienstag, Juni 20, 2006

Neuer Weltmeister - "Bildnis der Adele Bloch-Bauer" ist nun das teuerste Gemälde der Welt

Da haben wir vor kurzer Zeit noch darüber diskutiert, ob die horrenden Preise, die Sammler für manche Bilder zu zahlen bereit sind, gerechtfertigt sind, da bekommt diese Diskussion neue Brisanz:

Der Kosmetik-Tycoon Ronald Lauder kauft das "Bildnis der Adele Bloch-Bauer" von Gustav Klimt für die kaum vorstellbare Summe von 135 Mio. Dollar (etwa 107 Mio. EUR).

Die Krönung kommt jedoch noch: in irgendeinem Kommentar (leider habe ich den Entsprechenden nicht mehr gefunden, über Hinweise wäre ich sehr dankbar) vertrat der Verfasser die Ansicht, dass dieser Verkauf den Kunstmarkt anregen würde und somit für einen Aufschwung des gesamten Umsatz im Bereich der Kunst sorgen wird.

Und was heißt das nun genau? Taucht bald das nächste Gemälde auf und wird für 150 Millionen gekauft? Ich meine, für Adele Bloch-Bauer kann man mittlerweile schon die Mannschaft des FC Bayern verpflichten. Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn mehr, weder auf der einen noch auf der anderen Seite.

Aber genug geschrieben, für heute muss es genügen. Andere mögliche Weltmeister drängen sich in die Welt von Kunstdrucke, Künstler, Kunst und mehr... ;-)

Montag, Juni 12, 2006

Comickunst oder Pop-Art in Film und auf Kunstdruck

Nach so viel "Theorie" gönnte ich mir ein wenig auszuspannen und suchte ein Lichtspielhaus auf...

Aber mal im Ernst, kurz vor der alles andere verschluckenden Fußball-Weltmeisterschaft, habe ich noch ein wenig Abwechslung gesucht und mir im Kino den letzten Widerstand der X-Men angeschaut.

Über den Film selbst will ich hier gar nicht viel schreiben, da gibt es sicherlich kompetentere Stellen. Doch über etwas Wichtiges möchte ich einige Worte verlieren.

Schon seit jeher habe ich eine Schwäche für Comics. Wenn auch die X-Men-Comics bislang eher nicht zu meinen Favoriten gehörte, so war ich von dem Film doch ziemlich angetan:

Denn diesen Film habe ich mit ganz anderen Augen angesehen: die gesamte Laufzeit über hatte ich die Pop-Art-Kunstdrucke von Roy Lichtenstein vor Augen. Meine Begleiterin meinte zwar, ich würde nur rumspinnen, nichts an dem Film erinnere daran. Weiterhin wurde mir vorgeworfen, ich würde mittlerweile überall nur noch fliegende Schweine sehen...

Dennoch kann ich mich des Eindrucks immer noch nicht erwehren, auch einige Tage später ziehe ich diese Verbindung noch. Worin ich diesen Zusammenhang sehe, kann ich selbst kaum beschreiben, denn vielleicht verbinde ich letztlich auch nur beides mit Popcorn. ;-)

Freitag, Juni 02, 2006

und zum Dritten!

Nach der kurzen Zusammenfassung vom Mittwoch, gibt es heute zum Abschluss noch einige Worte zu einer ganz speziellen Art von Auktion: die Vickrey-Auktion (auch Zweitpreisauktion (Second Price Sealed Bid Auction) genannt).

Die ist so speziell, dass ich ehrlich gesagt die Hintergründe nicht so richtig verstanden habe. Der Ablauf einer Vickrey-Auktion ist folgender:
Die Bieter übermitteln ihre Gebote einmalig und verdeckt. Der Bieter mit dem höchsten Gebot bekommt den Zuschlag, zahlt jedoch nur den Preis des Zweitgebotes. Als Risiko bei dieser Verfahrensweise wird das Mögliche asoziale Verhalten einzelner Bieter genannt.

Nun überlege ich mir den Sinn der ganzen Sache. Es ist schon verständlich, dass mit einer Vickrey-Auktion sicherlich gut ein Preis ermittelt werden kann, der dem subjektiven Wert des Objektes entspricht. Jedoch frage ich mich, warum der Höchstbietende nur den zweithöchsten Betrag zahlen muss? Hier wird doch tatsächlich durch potentielle unseriöse Gebote der Verschiebung Tür und Tor geöffnet.

Denn bietet ein Teilnehmer weit über den Anderen, so bekommt er das Objekt zu einem relativ niedrigen Gebot. Andersherum bieten zwei oder mehr Teilnehmer weit über objektivem Wert, so freut sich der Verkäufer. Sollten also nicht alle Auktionsteilnehmer seriös an der Versteigerung teilnehmen, so entwickelt sich die ganze Angelegenheit schnell zu einem Glücksspiel.