Kunstdrucke, Künstler, Kunst und mehr

Mittwoch, Mai 31, 2006

zum Zweiten

Thema: Auktion

Laut Duden ist eine Auktion, lat. Vermehrung, eine Versteigerung. Neben dem Auktionator nehmen mehr oder weniger viele Bieter teil, die versuchen den Zuschlag zu bekommen - also das Objekt zu einem für sie annehmbaren Preis zu erwerben.

So weit, so bekannt, jedenfalls vermute ich mal, dass diese Umstände den meisten Leuten so oder ähnlich vertraut sind. Weniger geläufig sind die unterschiedlichen Faktoren, die von Auktion zu Auktion unterschiedlich sein können.

Schon bei Geboten können verschiedene Möglichkeiten auftreten:

  • offen oder verdeckt

  • einmalig oder mehrmalig

  • aufsteigend oder absteigend, d.h. die Gebote gehen von einem Mindestpreis aus, der so lange erhöht wird bis nur noch ein Bieter übrig bleibt (die sogenannte Englische Auktion) bzw. ein hoch angesetzter Startpreis wird so lange verringert bis ein Käufer bereit ist den Preis zu bezahlen (die Holländische Auktion)

Montag, Mai 29, 2006

Zum Ersten,

Der schon häufiger bei Auktionen anzutreffende Akt will diesmal mit 60.000 bis 70.000 Euro umworben werden.

Dies las ich gerade in einem Auktions-Vorbericht für eine Auktion am morgigen Dienstag. Ehrlich gesagt hat mich vor allem die Stelle mit dem "häufiger ... anzutreffen" irritiert, denn bislang bin ich stets davon ausgegangen, ein Käufer behält die Kunstwerke, die er für teures Geld erwirbt.

Doch scheinbar läuft es in der Welt der Auktionshäuser doch etwas anders ab, als ich mir das vorgestellt habe. Obwohl sich diese Vorstellung auf nicht viel mehr als die Eindrücke aus Hollywood-Filmen und den berühmten Schlusssatz stützt, wie ich wahrheitsgemäß zugeben muss. Ansonsten kenne ich noch die 3 großen Auktionshäuser der Moderne: Christie's, Sotheby's und eBay...

Grund genug für mich, sich einmal in die Welt der Auktionshäuser zu stürzen, um zu schauen, ob sich dahinter nicht noch weitere interessant Aspekte finden lassen. Zuvor jedoch mal eine Frage an euch: Habt ihr euch mal mit tatsächlich Abläufen von Auktionen beschäftigt? Oder kennt auch ihr nur die Auktionen von der Leinwand?

Montag, Mai 22, 2006

Horror in der Kunst?

Über Geschmack lässt sich nicht streiten? Ich würde sagen eher das Gegenteil ist der Fall, über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten. Aus diesem Grund habe (und mache es auch immer noch) ich die Diskussion um Lordi, die Horrormasken tragenden Rockmusiker aus Finnland, und ihren Eurovision Song Contest-Sieg verfolgt. Etwas belustigt, aber durchaus interessiert.

Denn mir scheint, es ist gerade eine aktuelle Mode, dass Horror in der künstlerischen Welt wieder auf dem Vormarsch ist. Doch zeigt sich dieser Trend neben Film und offenbar auch Musik auch in anderen Bereichen?

Nach kurzer Recherche stieß ich auf folgende Seite, auf der mir meine Frage beantwortet wurde: Art Grotesque - The Fine Art Of Horror

Sicherlich ist das Themenspektrum dort nicht jedermans Sache - ich zum Beispiel wäre nicht unbedingt glücklich mit einem solchen Kunstdruck in meinem Wohnzimmer - aber es ist doch immer interessant zu bemerken, wie aktuelle Strömungen sich in verschiedenen Bereichen der Kunst darstellen.

Mittwoch, Mai 17, 2006

Nicht nur der Ball ist rund - Kunst- und Kultur zur FIFA Fußball-WM 2006

Bevor ich zu meinem eigentlichen Thema komme, möchte ich noch kurz Bezug auf den Beitrag vom letzten Donnerstag nehmen: offenbar entwickelt sich der als so brisant gehandelte Film Sakrileg - The Da Vinci Code eher zu einem lauen Lüftchen, wie die Reaktionen der Filmkritiker vermuten lassen. Wer dazu mehr wissen möchte, sollte hier weiterlesen.

Doch nun zum Thema von heute. Die Weltmeisterschaft ist in aller Munde, besonders momentan natürlich die Kaderdiskussion. Aber die WM im eigenen Land betrifft ja lange nicht nur den Fußball. Auch (Einzel-)Handel und selbstverständlich Gastronomie stellen sich schon auf Ansturm, Mehrbetrieb und -einnahmen etc. ein.

Aber was ist mit geistiger Nahrung? Nun, wie uns unsere Regierung stolz mitteilt, gibt es als Regierungsgarantie ein eigenes Kunst- und Kulturprogramm zur WM.

Deshalb stelle ich mal ein paar Zahlen hier herein:

  • 48 Projekte und Aktionen an weltweit mehr als siebzig Orten

  • Projekte ausgewählt aus über 400 Vorschlägen

  • 30 Millionen Euro Finanzierung für Kunst und Kultur seitens der Bundesregierung


Wer die genauen Details erfahren möchte, kann sich hier informieren.

Neben der Erkenntnis, dass nicht einmal die Kunst an der Fußball-WM vorbeikommt, bin ich mir bei aller Begeisterung nicht sicher, ob diese Förderung nicht doch irgendwie nach dem Motto "Perlen vor die Säue werfen" fungiert.

Denn ich glaube nicht so recht an die Wirkung dieser Maßnahme, sondern fürchte, dass sie nur einem kleinen Kreis an Leuten vorbehalten bleibt, die sich aber ohnehin schon für Kunst und Kultur begeistern. Alle weiteren bleiben aber leider weiterhin außen vor, denn konkrete Veranstaltungen gehen im allgemeinen Rummel nahezu sang- und klanglos unter.

Donnerstag, Mai 11, 2006

Dan Browns Sakrileg - The Da Vinci Code

In 1 Woche kommt die Romanverfilmung Sakrileg von Dan Brown unter seinem Originaltiel The Da Vinci Code in die Kinos. Die Diskussion darüber laufen jedoch schon seit Wochen auf höchsten Touren.

Denn Dan Browns Sakrileg ist tatsächlich eins, wenn auch ein sehr doppeldeutiges. Denn selten scheint ein solcher Roman so schlecht recherchiert worden zu sein. Dies ist für die meisten echten Kunsthistoriker ein Affront, so dass sie die von Brown für seine Zwecke ausgebeuteten Kunstwerke verteidigen:

Als Kronzeugen dienen die Gemälde von Leonardo da Vinci – auch wenn sie in Wahrheit etwas ganz anderes zeigen. (..)
Es wäre sinnlos aufzuzählen, was in Dan Browns Thriller nicht den Fakten entspricht. Wer glauben will, der glaubt, vor allem, wenn der Glaube durch Bilder belegt scheint. Aber ein kunsthistorischer Blick auf die leitmotivisch eingesetzten Gemälde lohnt doch, weil der »Fall Dan Brown« eine grundsätzliche Frage nach dem Umgang mit Bildern aufwirft.


Den kompletten Text von Frank Zöllner aus der Zeit gibt es hier.

Man mag über Dan Brown und seinen Roman, ebenso wie über die Reaktion von Kirche und auch nichtchristlichen Gruppen auf das Buch, geteilter Meinung sein, doch ich persönlich halte das, was Frank Zöllner gegen Ende seiner Abhandlung sagt für sehr wichtig:

In gewisser Hinsicht ist Dan Browns Sakrileg kein schlechter Einstieg in die Kunstgeschichte – allerdings nur, wenn man seine Behauptungen nicht als Lösungen, sondern als Fragen versteht, die sich erst mit einem historischen Blick auf Bildtradition, Bildkonvention und Auftraggeberschaft beantworten lassen.

Es ist doch wirklich nicht wichtig, wie jemand den Einstieg in ein Thema schafft, wenn am Ende eine ernsthafte Beschäftigung mit diesem Thema erfolgt. Sollte also Dan Brown die Leser seines Buches/Zuschauer des Filmes dazu bringen, sich intensiv mit den echten Geheimnissen und Fragen hinter den große Kunstwerken und Künstlern zu beschäftigen, so hat er letztlich doch einen guten Beitrag für die Kunst geliefert.

Denn für Spannung ist auf jeden Fall gesorgt, so liefert allein die mysteriöse Mona Lisa genug Stoff für unzählige und vielfältige Legenden. Ein Ansatz davon war sogar auch schon mal hier nachzulesen.

Dienstag, Mai 09, 2006

Kunst spenden für Afrika?

Diese Frage wurde jüngst hier im Blog gestellt. Da auch ich dieses Thema sehr interessant finde, bin ich dem einfach mal nachgegangen.

Und wurde sogar direkt fündig. Um es vorweg zu nehmen, die Antwort auf die Frage ist: Klar, warum nicht?

Natürlich kommt es auf die genaue Form an. Es hätte wohl wenig Sinn, irgendwelche Kunstwerke einfach so nach Afrika zu verschicken, aber warum sollte man nicht Versteigerungen, z.B. im vielleicht einfachsten Fall bei ebay, tätigen und den Erlös an eine humanitäre Hilfsorganisation weiterleiten?

Oder man nimmt sich ein Beispiel an dem Künstler Richard Weitz-Eichhoff. Dieser vermachte dem Hilfswerk MISEREOR sein Gesamtwerk mit dem Wunsch, dass der Erlös aus dem Verkauf seiner Bilder notleidenden Menschen aus Afrika, Asien und Lateinamerika zu Gute kommen solle.

Das ist sicherlich das Beste, was man mit Kunst und Kunstwerken machen kann. Schade, dass hierfür nicht die gleichen Preise wie für einen Picasso gezahlt werden...

Donnerstag, Mai 04, 2006

Ist Picasso der Beste?

So zumindest lassen es die Summen vermuten, die man für seine Gemälde bezahlt: Picasso ist mit den Gemälden "Junge mit Pfeife" und (seit gestern) "Dora Maar mit Katze" auf den ersten beiden Plätzen der teuersten Gemälde der Welt. 104 bzw. 95,2 Millionen Dollar wurden für die Bilder bezahlt.

Die Nachricht im Original kann man hier nachlesen.

Dagegen ist ein van Gogh fast schon ein Stiefkind, denn seine "L'Arlésienne, Madame Ginoux" brachte nur 40,3 Millionen Dollar. Aber immerhin sind auch nicht alle Bilder Picassos derart teuer. Seine Gemälde "Le Repos" und "Portrait de Germaine" wurden zu den im Vergleich geringen Beträgen von 34,7 und 18,6 Millionen Dollar er- bzw. versteigert.

Diese Meldung findet sich hier.

Die ketzerische Frage nach dem Sinn dieser Beträge stelle ich mal absichtlich nicht, aber sicherlich ist nicht jedem Menschen ein Bild so viel wert. Zumal die Mehrzahl der Leute sicherlich eine gute Reproduktion nicht vom Original unterscheiden könnten...