Kunstdrucke, Künstler, Kunst und mehr

Mittwoch, Februar 14, 2007

Oskar bloggt von nun an bei artofolio.de

Heute gibt es mal wieder etwas personenbezogenes, was eher am Rande mit Kunstdrucken, Künstlern und Kunst zu tun hat. Bei der Person handelt es sich um mich. Denn ich erkläre mich heute. Denn es gibt Gründe, warum mein Blog in der letzten Zeit ein wenig vernachlässigt wurde.

Ich hatte nur wenig Zeit für Neuigkeiten und Nachrichten aus der Kunstszene, weil ich viel Zeit bei artofolio.de zugebracht habe, um ein wenig über Künstler im Speziellen und über Künstler im Allgemeinen zu schreiben. Nun ist aber diese Aufgabe eine derart umfassende (artofolio hat über 1.000 Künstler mit über 10.000 Kunstdrucken), dass ich mich gezwungen sah, mich entweder aufzuteilen oder zu entscheiden. Da Ersteres mir weniger gut gefiel, habe ich Letzteres gewählt...

Nachdem diese erste Entscheidung gefallen war, führte ein Schritt zum anderen und bald war die nächste Entscheidung fällig: Richtet sich die Aufmerksamkeit hierhin oder auf artofolio.de?

Zur endgültigen Entscheidung führte schließlich ein neues Blog bzw. die Weiterführung des alten auf artofolio.de. Ich ziehe demnach mit Sack und Pack um.

In Zukunft heißt es also:
Stöbern auf artofolio.de und schmöckern im
Kunstdrucke-Blog

Montag, Januar 29, 2007

Jakobus gegen die Dame von 62 Jahren - ein Wettstreit der Titanen

Jakobus, mit vollem Namen Sankt Jakobus der Ältere, trat am letzten Donnerstag mit einer Mission auf. Er machte sich daran, den Rekord der Dame von 62 Jahren zu brechen.

Seine Chancen standen gar nicht mal so schlecht. Experten schätzten seine Leistung zwar "nur" auf etwa 18 bis 25 Millionen Dollar, während die Dame es vor gut 7 Jahren auf 28,7 Millionen Dollar brachte, aber schließlich waren die beiden Kontrahenten aus dem gleichen Stall, nämlich dem des Niederländers Rembrandt van Rijn und hatten damit ähnliche Grundvoraussetzungen. Allerdings ist Jakobus ein recht junger Schützling Rembrabdts, der erst in der letzten Schaffensperiode zu seiner Vollendung gelang und der deshalb bei vielen Experten als Geheimtipp galt.

Es sah auch sehr gut aus, als der Wettstreit begann, schon bald zeigt Jakobus, dass er sämtliche Schätzungen überflügeln konnte und dies auch letztlich tat. Doch offenbar war dieser Kraftakt etwas zuviel für "den Älteren", kurz nach dem Überschreiten der eigenen Bestmarke ging ihm die Luft aus und er stagnierte. Letztlich schaffte er es "gerade mal" auf 25,8 Millionen Dollar und blieb damit ein ganz schönes Stück hinter der Dame zurück.

Dennoch sollte man Jakobus' Leistung nicht unterschätzen, darf sie aber auch nicht überbewerten. Denn im Vergleich zu den Platzhirschen Adele (Bildnis der Adele Bloch-Bauer, Gustav Klimt, 135 Mio. Dollar) und Nummer fünf (Nr.5, 1948, Jackson Pollock, 140 Mio. Dollar, unbestätigt) haben die Schützlinge Rembrandts noch ein wenig Nachholbedarf.

Mittwoch, Januar 24, 2007

Staubfänger im Keller - Gemälde und Kunstdrucke als Lagerware

Was sich so alles findet in den Kellern und auf den Dachböden. Wieder einmal förderte eine Aufräumaktion seit Jahren lagernde Gemälde zu Tage.

Diesmal waren es sogar rund 150 Jahre, die die Bilder auf der Nordempore einer Kirche verbrachten, bevor sie wieder "ins Leben" eintreten durften. (Vergleiche hier.)

Da fragt man sich doch gleich, wie so etwas geschehen kann. Vermisst denn niemand diese Bilder? Sind sie ihren "Zeitgenossen" nichts wert (in welcher Form auch immer)? Immerhin freuen sich unsere Zeitgenossen in der Regel über solche Funde.

Vielleicht sollte man diesen Umstand ausnutzen und sich selbst eine Reihe von Gemälde auf den Speicher packen. Sozusagen als Wertanlage für die Nachkommen...

Dienstag, Januar 16, 2007

Da hört der Spaß auf: Loch gestopft, doch Klage folgt

Vor einiger Zeit schrieb ich einige Worte über den ungeschickten Milliardär Steve Wynn, der seinen Ellenbogen in ein 139 Millionen teures Picasso-Gemälde rammte. (nachzulesen hier: Ein 139 Millionen schweres Loch

Nun ist er Wynn wieder da und macht erneut von sich in Zusammenhang mit eben diesem Bild reden:
Picasso-Gemälde: Klage nach millionenschwerem Missgeschick

In Kurzfassung besagt der Artikel, dass der Kaufpreis des Bildes sich nach der Restaurierung nunmehr bei 85 Millionen Dollar liegt, Wynn jedoch bislang von dem Versicherer den Differenzbetrag von 54 Millionen Dollar nicht erhalten habe.

Zwar wird mir nicht vollkommen klar, warum er diesen Betrag erhalten sollte, aber da fehlt mir vielleicht das Verständnis für das Versicherungswesen. So bleibe ich bei der Kunst. Denn warum ein Gemälde nach einer Restaurierung an Wert verliert, leuchtet mir noch ein...

Dienstag, Januar 09, 2007

Die Winterpause ist vorbei, ab in den Garten

Nun, nach der weihnachtlichen Ruhephase und der frühstjahreslichen Winterpause, muss ich mich all denen anschließen, die dieses Jahr den Winter irgendwie vermissen.

Leider kann auch ich keinen Schnee fallen lassen und hänge daher mein Fähnchen in den Wind und weise auf Gärten hin.

Anmerkung: Spätestens jetzt, wird wohl mindestens jeder zweite Leser sich überlegen, ob ich die Festtage vielleicht nicht vollständig überstanden habe, doch ich kann alle Zweifler beruhigen. Die Gärten stehen nicht hier, sondern im Städel Museum (zu Frankfurt). Da gehören sie jedoch auch hin, denn dort lassen sie sich betrachten.

Oder genau gesagt (und um mal endlich konkreter zu werden), an diesem Ort findet bis zum 11. März diesen Jahres die Ausstellung Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück statt. Diese wird nun wiederum auf welt.de mit folgendem Absatz einleitend beschrieben (Übrigens ist dieser Absatz überhaupt der Grund, warum ich diese Beitrag hier verfasse.):

Heute, im Zeitalter des Umweltschutzes, wird gern vergessen, dass die Natur nicht nur zu den Opfern, sondern auch zu den größten Feinden des Menschen zählt. Sie bedroht ihn nicht allein mit übermächtigen Katastrophen wie Stürmen, Erdbeben oder Flutwellen. Nein, vor allem sorgen die unerfreulichen Gesetze der Natur dafür, dass Menschen als biologische Wesen zunächst aufblühen, um dann zu sterben. Kein Wunder, dass die Menschen von einem tief verwurzelten Drang beseelt sind, die Natur zu beherrschen oder zumindest ihre Macht zu zähmen und einzugrenzen. Ein Ausdruck dieser Sehnsucht ist der Garten. Hier hat der Mensch die Natur gebändigt und nach seinen Vorstellungen geordnet, und hier möchte er in Harmonie mit ihr leben.

Den vollständigen Artikel gibt es hier.

Dienstag, Dezember 12, 2006

Herzlichen Glückwunsch!

Mit Google Kultur lernen, dafür braucht man nichtmal suchen. Denn die Strategen hinter der Suchmaschine scheinen bestens informiert.

Denn heute würde ein doch recht berühmter Maler seinen 143. Geburtstag feiern. Welcher ist wohl nicht ganz so schwer zu erkennbar.

Freitag, Dezember 08, 2006

Nadja ist wieder da - Gemälde des Expressionisten Emil Nolde wiedergefunden

Manchmal fragt man sich doch allen Ernstes, wie so etwas geschehen kann. Da verliert man ein sehr wertvolles Gemälde und findet es auf einem Dachboden wieder?

Ich finde es ja schon seltsam, dass ein eingelagertes Gemälde, welches immerhin einen geschätzen Marktwerk von etwa einer halben Million Euro haben soll, irgendwann "zwischen Oktober 1977 und September 1979" einfach "abhanden" kommen kann. Das sind immerhin fast zwei Jahre. Ja, guckt denn da keiner nach? Liegt das Gemälde in dieser Zeit einfach so da rum, ohne dass sich jemand darum kümmert?

Und dann findet jemand es bei "bei Aufräumarbeiten in seinem Dachgeschoss", ohne eine Ahnung, wie es dort hin gekommen sein könnte? Muss wohl ein recht öffentliches Dachgeschoss sein...

Insgesamt ist es somit natürlich für alle beteiligten Personen (und noch für einige andere auch) eine sehr erfreuliche Sache, aber trotzdem bleibt man mir noch die Antwort auf oben gestellte Frage schuldig.

Montag, Dezember 04, 2006

Rein und raus. Und nochmal. Und noch einmal.

Warum eigentlich teure Gemälde kaufen, wenn man sie doch einfach abhängen kann?

So dachte wohl auch ein Mann in der Schweiz, der in ein Treppenhaus marschierte, drei der dort hängenden Bilder abhängte und nach draußen trug.

Schön für ihn, dass ihn niemand aufhielt und er die wertvollen Bilder so locker einstecken konnte. Dumm nur, dass die Videoüberwachung alles genau auf Band brachte.

Bleibt wohl nur die ein Frage: Wer ist der größere Depp? Der Hauseigentümer, weil er seine Gemälde offenbar ungeschützt (oder wenigstens unzureichend geschützt) im Hausflür hängen ließ? Oder der Dieb, der beim Ausspähen der Lage anscheinend die Sicherheitskameras (warum heißen die in diesem Fall eigentlich immer noch so?) übersehen hat?

Quelle: Z!sch

Dienstag, November 28, 2006

Im Sinne der Kunst - Kunst ist nicht teilbar

Kunstsammler und -freunde scheinen zumindest eins zu sein, sie sind konsequent:

Weil eine Engländerin kein Interesse daran hatte, ihre Bilder der Öffentlichkeit zur Verfügung zur stellen, konnten zwei sehr wertvolle Gemälde des Renaissance-Malers Fra Angelico erst nach ihrem Ableben der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Quelle: Spiegel online

Ich bewundere die Konsequenz dieser Frau tatsächlich sehr. Ich glaube nicht viele Menschen hätten die Bilder einfach wieder in ihre Wohnung gehängt, nachdem sie erfahren haben, dass dort eine Million englische Pfund an ihrer Wand hängen...

Freitag, November 24, 2006

Goyas Geister spuken auf den Punkt genau

Da hätten wir doch eine hervorragende PR-Aktion: pünktlich zum Filmstart von Goyas Geister ist ein kurzzeitig verschwundenes Gemälde von Francisco Goya wieder aufgetaucht.

Natürlich unterstelle ich niemandem, eine illegale Marketingaktion durchgeführt zu haben.

Aber wenn es so wäre, sollte dieser Jemand stolz auf sich sein...